Naturforschende Gesellschaft

Trinkwasser und Landwirtschaft

Vortrag der Naturforschenden Gesellschaft des Kantons Solothurn

Ein breites Angebot an Pestiziden schützt in der Schweiz die Ernte vor Unkräutern, Insekten und Pilzbefall. Diese Stoffe verhindern wurmstichiges Obst, angefaultes Gemüse und verbessern den Getreideertrag. Jedes Jahr setzt die Schweizer Landwirtschaft mehr als 2’000 Tonnen Pflanzenschutzmittel ein. Der Regen wäscht einen Teil dieser Chemikalien ins Grundwasser und ebenso ihre Abbauprodukte, die Metaboliten. Diese Problemstoffe können das Trinkwasser belasten.

Das Bundesamt für Umweltschutz hat eine neue Auswertung zum Zustand des Grundwassers in der Schweiz veröffentlicht: Im Alpenraum und auf den Juraweiden finden die Analyselabors praktisch keine Pestizide im Grundwasser. In den Ackerbauregionen des Mittellandes entwickeln sich jedoch die Pestizid-Metaboliten zu einem Problem. Zwei von drei Messstellen zeigen zu hohe Konzentrationen.

Der Vortrag skizziert einen Weg, der die Umwelt- und Landwirtschaftspolitik wieder zusammenführt, nachdem die Pestizidinitiativen an der Urne gescheitert sind. Der Weg beginnt in der Küche, führt über den Lebensmittelhandel zu den Bauernbetrieben, und steigt über die Umweltämter hinauf zur chemischen Industrie.

Vortrag von Prof. Dr. Bernhard Wehrli, Departement Umweltsystemwissenschaften, Institut für Biogeochemie und Schadstoffdynamik, ETH Zürich

Öffentlicher Vortrag | Eintritt frei!
Anmeldung erforderlich unter naturmuseum@solothurn.ch oder 032 622 70 21
Bitte beachten Sie die zum Zeitpunkt des Anlass gültigen Massnahmen.

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