Strassentauben – verehrt und verpönt

Aktuelle Sonderausstellung

«Strassentauben – verehrt und verpönt»
13. November 2018 – 22. April 2019

Über eine erstaunlich anpassungsfähige Vogelart im Siedlungsgebiet: Das Naturmuseum beleuchtet in ihrer Sonderausstellung die unterschiedlichen Facetten der Strassentauben und ihre Verwandten und die Geschichte ihrer Bedeutung für uns Menschen. 

Tauben – elegant und nützlich
Die Taube kennt man einfach. Auch nicht verwunderlich, denn auf jeden zehnten bis zwanzigsten Stadtbewohner kommt eine Taube. Sie prägen und bereichern das Stadtbild – der Markusplatz in Venedig ohne Strassentaube wäre unvollständig.

Früher lieferten Tauben Fleisch, produzierten Dünger, überbrachten Briefe oder dienten als Friedenssymbol. Noch heute werden sie ihrer Schönheit und Flugleistung wegen gezüchtet, an Hochzeiten als Treuesymbol freigelassen und gehören ins Stadtbild, wie kaum ein anderes Tier im urbanen Raum. Strassentauben brüten in den felsenähnlichen Strukturen, die die Stadt bietet und ernähren sich hauptsächlich von Speiseresten und Abfällen und was die Taubenfütterer anbieten. 

Viele Tauben und ihre Folgen
Ihre enorme Anpassungsfähigkeit lässt die Populationen wachsen, nicht nur zum Guten für die Taube selber: Grosse Ansammlungen führen zu Stress unter den Tieren. Minderwertige Nahrung, wie Brot und Reis, welche gerne den Strassentauben verfüttert wird, schadet letztendlich ihrer Gesundheit und erhöht den Parasitenbefall. 

Ihre Krankheiten können auch auf den Menschen übertragen werden. Ihr Kot – und davon produziert eine Taube im Jahr mit bis zu 12 kg eine beachtliche Menge – mag Bauwerke zerstören. Betreute Taubenschläge, wie sie beispielsweise in der Stadt Solothurn ob der Jesuitenkirche angeboten werden, sollen dieser Problematik entgegenwirken. 

Von der Strassentaube bis zur Wandertaube
Die Sonderausstellung «Strassentauben – verehrt und verpönt» beleuchtet diese spannende Art mit all ihren Facetten und geht auf ihre lange Geschichte in der Gesellschaft von uns Menschen ein. Die Ausstellung gibt auch einen Überblick über die einheimischen Wildtauben und macht einen Exkurs zur Wandertaube, einer einst häufigen, exotischen Wildtaubenart. Von Martha ist die Rede – der Letzten ihrer Art – in einer Hörgeschichte, die manch einen nachdenklich stimmt…

 

Medientext

Den Medientext zur Sonderausstellung finden Sie zusammen mit einem Link zu Medienbildern unter dem Menu Angebote>Medien

 

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